Tierschutz ist Menschenpflicht

FAQ

Was mache ich mit zugelaufenen oder gefundenen Tieren?

Herrenlose Tiere  

Herrenlose Tiere sind meist Wildtiere und unterliegen bei jagdbaren Arten wie z.B. Fuchs, Wildschwein oder Dachs dem Jagdrecht; die anderen Wildtiere  wie z.B. Igel oder Eichhörnchen unterliegen dem Naturschutzrecht.  Diese Tiere darf man sich nicht „aneignen“. Bei unter Naturschutz stehenden Arten es ist aber zulässig, kranke oder verletzte „Findlinge“ zur Pflege aufzunehmen, wenn sie danach wieder umgehend in die Natur entlassen werden. Ist das nicht möglich, sollte die Naturschutzbehörde des jeweiligen Bezirkes  verständigt werden(07051-160959 oder 160960). Arten, die unter besonders strenge Schutzbestimmungen fallen (Greifvögel, Eulen, Fledermäuse), müssen unverzüglich an Spezialisten weitergegeben werden:  

Kontaktperson
Achim Klumpp
Ellbachweg 11
72270 Baiersbronn
Handynr.: 0177/3691115
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Fundtiere

Im Gegensatz zu herrenlosen Tieren sind Fundtiere entwichene Heimtiere (Hund, Katze, Ziervogel etc.), die einen derzeit nicht bekannten Eigentümer haben. Wer ein solches Tier findet sollte umgehend das Ordnungsamt der entsprechenden Gemeinde informieren. Die Gemeinden sind für die tierärztliche  Erstversorgung zuständig und entscheiden dann was weiterhin mit diesen Tieren passiert.(Tierheim, Privatunterbringung,….)Nach Dienstschluß und am Wochenende kann auch der Tierschutzverein um Rat gefragt werden. Bringen Sie ein solches Tier für die Erstversorgung zum Tierarzt, entstehen Ihnen keine Kosten.

Was mache ich wenn ich einen Missstand in einer Tierhaltung feststelle?

Oft ist es sinnvoll und schon hilfreich, auf den Tierbesitzer zuzugehen und ihn auf den Missstand freundlich aufmerksam zu machen. Manche Tierbesitzer sind entweder einsichtig oder fühlen sich beobachtet und versuchen daraufhin den Missstand zu beheben.

Hat dies keinen Erfolg, können Mitglieder des Tierschutzvereines versuchen, nochmal mit dem Tierbesitzer Kontakt aufzunehmen, um ihn zur Einsicht zu bringen.

Wenn auch das scheitert, kann das Veterinäramt (anonym) verständigt werden. In unserem Falle ist dies das Landratsamt Calw. Dieses muss Ihrer Anzeige nachgehen .Aus Datenschutzgründen gibt das Veterinäramt aber keine Rückmeldung .Sollten sich die Zustände nicht zum Besseren wenden, muss das Veterinäramt erneut verständigt werden .Bitte bedenken Sie, dass Mitglieder des Tierschutzvereines nur an die Vernunft der Tierbesitzer appellieren können, aber keinerlei Befugnis auf den Zugriff der Tiere oder das Betreten des entsprechenden Grundstücks haben . Sie können lediglich aufklären und Hilfestellung im weiteren Vorgehen geben.

Warum müssen Katzen männlich wie weiblich kastriert werden?

Katzen sind unsere Haustiere und in einem gewissen Grad von uns abhängig. Deshalb sind wir verpflichtet ihre Gesundheit zu schützen und zwar durch Kastration. Die Tierheime und Tierschutzvereine sind überbelegt mit Katzen Diese müssen oft ihr restliches Leben im Tierheim fristen. Katzen können bis zu dreimal im Jahr Nachwuchs bekommen. Pro Wurf können 2 bis 8 Junge geboren werden. Ein einziges Katzenpaar könnte so innerhalb von 10 Jahren für einen Anstieg der Population auf rd. 80 Mio. Tieren verantwortlich sein

Der Infektionsdruck in den Tierheimen und heimischen Gärten steigt rapide durch nicht kastrierte Katzen. Gerade die Katzenkrankheit FIV (Katzenaids) wird fast ausschließlich von unkastrierten Tieren übertragen. Die Katzen stecken sich beim Deckakt und bei Revierkämpfen gegenseitig an .Durch unkontrollierte Vermehrung von verwilderten (ausgesetzten) Katzen steigt auch das Ansteckungsrisiko von Katzenschnupfen und Katzenseuche, Diese Krankheiten enden oft mit dem Verlust des Augenlichtes oder sogar tödlich, auch weil die Tiere nicht behandelt werden.

Nicht kastrierte Wohnungskatzen setzen häufig Urin und Kot in der ganzen Wohnung ab (Markierverhalten),bekommen andere Verhaltensstörungen, werden dauerrollig oder bekommen Gebärmutterentzündungen.

Zusammengefasst sind das die Vorteile der Kastration:Keine ungewollte Katzenkinder, die niemand haben will
  • Lebenserwartung steigt auf mehr als das doppelte
  • Kater sind weniger aggressiv
  • Menschenbezogenheit nimmt zu
  • Geringeres Bedürfnis zu streunen
  • Keine Rolligkeit mehr
  • Stinkende Markierungen entfallen
  • Kaum Risiko hormoneller Erkrankungen wie Zysten, Gesäugetumore oder Gebärmutterentzündung bei der weiblichen Katze sowie Prostatakrebs beim Kater
  • Deutlich geringeres Risiko der Infektion mit FeLV oder FIV durch den Wegfall von Bissen und Kämpfen
Deshalb helfen Sie mit, das Katzenelend  zu verringern!

Wir beraten Sie gerne telefonisch zu Kosten, Risiken und Nutzen dieses Eingriffs!

Zeitpunkt der Kastration
So früh wie möglich im Alter zwischen 5 und 8 Monaten, abhängig vom Entwicklungsstand des Tieres.

Medizinisch gesehen gibt es keinen Grund, eine Katze einmal rollig oder trächtig werden zu lassen. Verzögerte Wachstumsfugenschließungen haben maximal zur Folge, dass die Katze bis zu einem Zentimeter größer wird. Mitnichten ist es so, dass früh kastrierte Tiere klein und mickerig bleiben. Auch wenn Ihnen jemand versichert, Katzen können erst ab einem halben Jahr schwanger werden, glauben Sie es nicht. Katzen können durchaus bereist mit fünf Monaten Babys bekommen.

Lassen Sie Ihre Katze bei der Kastration gleichzeitig kennzeichnen. Entweder durch eine Tätowierung oder durch das Setzen eines Mikrochips (Transponder). Registrieren Sie das Tier kostenlos bei Tasso (online oder per Post).Formulare hierfür bekommen Sie beim Tierarzt oder im Internet.

Hat der Tierschutz Oberes Nagoldtal e.V. ein Tierheim?

Nein das haben wir leider nicht. Alle Verhandlungen seitens der Gemeinden sind gescheitert.

Was macht der Tierschutz dann?

  • Wir machen verschiedene Aktionen (Weihnachtsmarkt, Mobil ohne Auto), mit diesem Erlös unterstützen wir verschiedene Tierschutz-Projekte.
  • Wir sind beratend tätig, wenn es um Fragen der Tierhaltung geht.
  • Auch unterstützen wir verschiedene Einzelfälle, z.B. wenn Besitzer aus finanziellen Gründen die Tierarztrechnung nicht bezahlen können. Haben Sie bitte Verständnis, dass kein einzelnes Vorstandsmitglied über solch einen Zuschuss entscheiden kann. Anträge für einem Zuschuss müssen immer schriftlich mit der bereits bezahlten Rechnung eingereicht werden. Über den Zuschuss wird dann in der nächsten Vorstandsitzung entschieden.
  • Wir halten Vorträge in Schulen
  • Wir stellen zu bestimmten Zeiten Gelder für Kastrationen zu Verfügung.

Kann ich mich aktiv im Tierschutz Oberes Nagoldtal e.V. einbringen?

  • Ja, gerne. Auch wenn wir keine Auffangstation haben, gibt es doch immer Aufgaben die erledigt werden müssen, z.B. Futterboxen in den Läden leeren, ggf. Katzenfallen auf die Bauernhöfe bringen und gefangene Tiere zum Tierarzt fahren.
  • Uns aktiv bei Aktioneni (Weihnachtsmarkt/Mobil ohne Auto ) unterstützen, sei es mit am Stand zu helfen, Auf- oder Abbau, Plätzchen backen, oder Socken stricken.
  • Vielleicht haben Sie auch die Möglichkeit Tiere für begrenzte Zeit bei sich aufzunehmen, oder zu betreuen, z.B. als Urlaubsvertretung oder bei vorübergehender Krankheit des Besitzers.

Kann ich den Tierschutz auch nur finanziell unterstützen?

Na klar immer und jeder Zeit. Sie können uns gerne eine Spende auf nachstehendes Konto machen
Sparkasse Pforzheim-Calw
IBAN: DE 1066 6500 8500 0507 7192
BIC: PZHSDE66XXX

Bitte schreiben Sie uns eine Email damit wir Ihnen eine Spendenbescheinigung ausstellen können.
Natürlich freuen wir uns auch über eine Mitgliedschaft.

Werden Sie Mitglied

Ich hätte gerne ein Haustier (Katze, Hund, Kaninchen, Meerschweinchen usw.), soll ich diese beim Züchter holen?

Auf gar keinen Fall! Die Tierheime sitzen voll von Tieren jedes Alters und warten so dringend auf ein schönes zu Hause. Wenden Sie sich bitte telefonisch oder per Mail an uns, wir beraten Sie gerne und geben Ihnen Auskunft wo derzeit ein passendes Tier auf Sie wartet.